Das narzißtische Streben im Buddhismus

Der Buddhismus lehrt als Quelle allen Leidens den Glauben an ein beständiges Selbst, Seele, Ego (Samyutta Nikaya 12, 35). Sobald die Empfindung eines solchen Ichs auftritt findet zwangsweise eine Trennung zwischen Subjekt und Objekt statt. Es wird ein Dualismus herbeigeführt, der auf Künstlichkeit beruht. Diese Unterscheidung ist zwar in gewissen Bereichen unerläßlich, in anderen führt [...]

Vom Geist geführt die Dinge sind

Vom Geist geführt die Dinge sind,
Vom Geist beherrscht, vom Geist gezeugt.
Wenn man da lautern Geistes spricht
Und lautern Geistes Werke wirkt,
Dann folget einem Freude nach
Gleichwie der Schatten, der nicht weicht.

(Dhammapada Vers 1, zit. nach Bercholz, Chödzin, 1994, S. 92)